Gaming, Cosplay und Community: Das war die LFG-Con 2026
Quelle: LFG-Con; Landkreis Hof
Neuigkeiten

Gaming, Cosplay und Community: Das war die LFG-Con 2026

Von Nico Haberkorn
Mitwirkende:
bluevapor
Philip Hartmann
Veröffentlicht am: 7. Juni 2026
LFG-Con

Bereits zum dritten Mal öffnete die LFG-Con ihre Tore in Hof und lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher an. Die Convention bot erneut eine Mischung aus Gaming, Trading Cards, Cosplay und Community-Angeboten und konnte sich damit weiter als feste Größe in der regionalen Gaming- und Popkultur-Szene etablieren.

Mit rund 2.500 Besuchern, über 80 Ausstellern sowie einem abwechslungsreichen Programm aus Turnieren, Bühnenauftritten und verschiedenen Themenbereichen war auf dem Veranstaltungsgelände durchgehend etwas geboten. Von Retro-Gaming über Indie-Titel bis hin zu Trading Card Games und Cosplay fanden Besucher zahlreiche Möglichkeiten, ihren Interessen nachzugehen.

Auch wir waren vor Ort und haben uns einige Bereiche der Convention genauer angesehen. Besonders die 18+ Area, die von Games Island organisierten Magic: The Gathering-Turniere sowie der Cosplay Contest gehörten zu den Highlights unseres Messebesuchs.

Was bot die LFG-Con 2026?


Mit über 80 Ausstellern bot die LFG-Con auch in diesem Jahr ein vielseitiges Programm für Fans von Gaming, Trading Cards und Popkultur. Auf dem Gelände konnten Besucher Händler, Künstler und Community-Projekte entdecken sowie zahlreiche Produkte und Sammlerstücke erwerben.

Darüber hinaus standen verschiedene Themenbereiche zur Verfügung. Neben einer Retro-Ecke und der Indie Area waren auch Angebote aus den Bereichen Tabletop, LARP und Trading Card Games vertreten. Neben den Ausstellern bot die Artist Alley kreativen Köpfen eine Plattform, ihre Illustrationen, handgefertigten Produkte und Fan-Artworks zu präsentieren. Besucher konnten hier direkt mit den Künstlern ins Gespräch kommen und verschiedene Werke erwerben.

Auch das Rahmenprogramm fiel umfangreich aus. Mehrere Turniere, Bühnenshows und der Cosplay Contest sorgten über den gesamten Veranstaltungstag hinweg für zusätzliche Unterhaltung und boten Besuchern zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden oder das Geschehen als Zuschauer zu verfolgen.

Horror-Indies in der 18+ Area

Von
Nico HaberkornNico Haberkorn

Einen etwas anderen Schwerpunkt setzte die 18+ Area der LFG-Con. Der abgetrennte Bereich bot mehreren unabhängigen Entwicklern die Möglichkeit, ihre Projekte einem erwachsenen Publikum zu präsentieren. Der Fokus lag dabei vor allem auf Horror-Spielen, die direkt vor Ort angespielt werden konnten.

Die Area selbst war durch aufgestellte Trennwände vom restlichen Messegeschehen separiert und verfügte über mehrere Spielstationen. Direkt vor dem Eingangsbereich befand sich zudem eine kleine Cocktail-Bar, die das Angebot ergänzte.

Zu den auffälligsten Vertretern zählte LATE AMUSEMENT, das mit mehreren Anspielstationen und einem eigenen Banner präsent war. Das Horror-Spiel versetzt Spieler in einen verlassenen Vergnügungspark, in dem sie Hinweise sammeln, Rätsel lösen und sich vor einer bedrohlichen Gefahr verstecken müssen. Die auf der Messe verfügbare Demo entsprach dabei der Version, die aktuell auch auf Steam verfügbar ist.

Insgesamt bot die 18+ Area einen interessanten Kontrast zum restlichen Messegelände und ergänzte das vielfältige Angebot der Convention um mehrere Horror- und Indie-Projekte.

Der größte Stand der 18+ Area: LATE AMUSEMENT
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Der größte Stand der 18+ Area: LATE AMUSEMENT

Indie-Area und Community-Angebote

Von
Nico HaberkornNico Haberkorn

Auch in diesem Jahr bot die Indie Area Besuchern die Möglichkeit, verschiedene Projekte unabhängiger Entwickler kennenzulernen. Die Bandbreite der vertretenen Spiele fiel dabei erneut vielfältig aus. Von Point-and-Click-Adventures über Sandbox-Erfahrungen bis hin zu Platformern waren unterschiedliche Genres vertreten.

Sowohl Einzelspieler- als auch Multiplayer-Titel fanden ihren Platz auf der Messe und ermöglichten es Besuchern, zahlreiche Projekte direkt vor Ort auszuprobieren. Dadurch bot die Indie Area einen guten Einblick in die Vielfalt aktueller Indie-Entwicklungen und hielt für unterschiedliche Geschmäcker passende Spiele bereit.

Zu den Rückkehrern der diesjährigen Indie Area gehörte auch VOID, das bereits im vergangenen Jahr auf der LFG-Con vertreten war. Das Projekt konnten wir später zudem auf der GG Bavaria näher kennenlernen und dort mit dem Team sprechen.

Seit unserem letzten Gespräch hat sich das Projekt weiterentwickelt. Neben neuen Musikstücken präsentierte das Team auf der LFG-Con 2026 erstmals auch einen eigenen Ansteckpin, der Besuchern als Goodie zur Verfügung stand.

Die erneute Präsenz auf der LFG-Con zeigte, wie die Convention Indie-Entwicklern die Möglichkeit bietet, ihre Projekte über mehrere Jahre hinweg einer interessierten Community vorzustellen und deren Entwicklung sichtbar zu machen.

Ergänzt wurde das Community-Angebot durch verschiedene Mitmachaktionen. Besucher konnten unter anderem bei „Just Dance with Friends“ teilnehmen oder sich an Spielstationen mit Mario Kart, Super Smash Bros., Tekken 8 und Street Fighter 6 messen. Auch die Retro-Area trug zum vielseitigen Programm der Convention bei.

Overview der Indie Area
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Overview der Indie Area

Trading Card Games auf der LFG-Con

Von
Nico HaberkornNico Haberkorn

Trading Card Games waren auch in diesem Jahr ein wichtiger Bestandteil der LFG-Con. Mit Games-Island, God of Games und AOG Grading waren gleich mehrere bekannte Namen aus der TCG-Szene vor Ort vertreten und boten den Besuchern unterschiedliche Anlaufstellen rund um Sammelkarten, Turniere und Grading-Dienstleistungen.

Im Foyer war unter anderem God of Games vertreten und bot mit einer Pokémon TCG League Challenge auch ein eigenes Turnierformat für interessierte Spieler an. Dadurch kamen nicht nur Magic-Fans, sondern auch Anhänger anderer Sammelkartenspiele auf ihre Kosten.

Den größten Wettbewerbsbereich stellten jedoch die von Games-Island organisierten Magic: The Gathering-Turniere dar. Auf dem Programm standen sowohl ein Modern- als auch ein Sealed-Turnier. Für zusätzliche Attraktivität sorgte der umfangreiche Preispool mit Preisgeldern von bis zu 1.000 Euro für die jeweiligen Sieger sowie weiteren Preisen für die Teilnehmer.

Während der Turniere stellte Games-Island den Teilnehmern zudem verschiedene Zusatzangebote wie Wasser und WLAN zur Verfügung. Die Wettbewerbe liefen parallel zum übrigen Messeprogramm und boten Spielern die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre miteinander zu messen.

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Cosplay Contest auf der Hauptbühne

Von
Nico HaberkornNico Haberkorn

Auch in diesem Jahr gehörte der Cosplay Contest zu den festen Programmpunkten der LFG-Con. Insgesamt 12 Cosplayer präsentierten ihre Kostüme auf der Bühne und stellten sich sowohl der Jury als auch dem Publikum.

Die Bandbreite der dargestellten Charaktere fiel dabei erneut vielfältig aus. Von bekannten Gaming-Reihen wie League of Legends, Dark Souls und Portal bis hin zu Indie-Titeln wie Poppy Playtime oder Stardew Valley war eine große Auswahl unterschiedlicher Cosplays vertreten.

Den dritten Platz belegte Wildstar Cosplay mit einer Darstellung von Forever Young aus Uma Musume. Auf dem zweiten Platz landete rai.chou als Harvey aus Stardew Valley. Den ersten Platz der Jury sicherte sich Cpt_Ozvalt_guild_gunter mit seinem Jägersmann-Cosplay aus Monster Hunter.

Zusätzlich zur Jurywertung konnten auch die Besucher ihren Favoriten wählen. Das Publikumsvoting gewann Amy_jade_cosplay mit einer Jedi-Bibliothekarin aus Star Wars.

Zum Abschluss des Wettbewerbs versammelten sich die anwesenden Cosplayer noch einmal für ein gemeinsames Gruppenfoto auf der Bühne. Damit endete einer der publikumsstärksten Programmpunkte der diesjährigen LFG-Con und bot den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre aufwendigen Kostüme noch einmal gemeinsam zu präsentieren.

Das Gruppenfoto nach dem Cosplay-Contest
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Das Gruppenfoto nach dem Cosplay-Contest

Fazit


Mit rund 2.500 Besuchern, über 80 Ausstellern und einem abwechslungsreichen Programm konnte die LFG-Con 2026 ihre Position als feste Größe in der regionalen Gaming- und Popkultur-Szene weiter festigen. Die Mischung aus Gaming, Trading Cards, Cosplay, Community-Angeboten und Indie-Projekten sorgte dafür, dass Besucher unterschiedlichster Interessen auf ihre Kosten kamen.

Besonders die Vielfalt der angebotenen Aktivitäten trug zur lebendigen Atmosphäre der Veranstaltung bei. Von Turnieren und Bühnenprogrammen über Aussteller und Künstler bis hin zu Retro-Gaming und Indie-Entwicklern bot die Convention zahlreiche Anlaufstellen für Fans der unterschiedlichsten Bereiche.

Auch im dritten Veranstaltungsjahr zeigte die LFG-Con, dass ihr Fokus nicht ausschließlich auf Gaming liegt. Stattdessen setzt die Veranstaltung auf eine breite Mischung aus Community, Mitmachangeboten und persönlichen Begegnungen, die den Charakter der Convention prägen.

Trotz einzelner Kritikpunkte hinterließ die LFG-Con 2026 insgesamt einen positiven Eindruck und machte bereits jetzt neugierig darauf, wie sich die Veranstaltung in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.

Persönliche Eindrücke der Redaktion

Von
Nico HaberkornNico Haberkorn
bluevapor bluevapor
Philip HartmannPhilip Hartmann

Eindrücke von Nico Haberkorn

Aus persönlicher Sicht hinterließ die LFG-Con 2026 einen positiven Eindruck. Besonders die Bereiche rund um Trading Card Games, Community-Angebote und den Cosplay Contest wirkten in diesem Jahr stärker und umfangreicher als noch bei meinem Besuch 2025.

Die Indie Area konnte mich dagegen nicht ganz so stark überzeugen wie im Vorjahr. Zwar waren erneut interessante Projekte vertreten und mit VOID war auch ein bekanntes Gesicht der vergangenen LFG-Con wieder vor Ort, insgesamt blieben bei mir jedoch weniger Titel nachhaltig in Erinnerung als noch 2025. Gleichzeitig bot die Convention in anderen Bereichen ein breiteres und vielfältigeres Gesamtangebot.

Mein größter Kritikpunkt betrifft die Lautstärke auf dem Messegelände. Da sich ein Großteil der Aussteller, Community-Angebote und Bühnenaktivitäten in der Haupthalle befand, kam es stellenweise zu einer sehr hohen Geräuschkulisse. Während laufender Bühnenshows überlagerten sich Musik, Moderationen und Präsentationen einzelner Stände teilweise deutlich. Gerade bei Gesprächen mit Ausstellern und Entwicklern machte sich dies bemerkbar. So trafen in einigen Bereichen die Audioausgabe der Bühne, benachbarte Mitmachangebote wie Just Dance und die Präsentationen einzelner Stände gleichzeitig aufeinander, was Gespräche und Vorführungen teilweise erschwerte.

Dennoch bot die LFG-Con 2026 einen abwechslungsreichen Messetag und zeigte erneut, welches Potenzial in dem Event steckt. Ich bin gespannt, wie sich die Convention in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird und welche Schwerpunkte die nächste Ausgabe setzen wird.

Eindrücke von Mareike (bluevapor) & Philip

Die LFG-Con 2026 konnte mit bekanntem und neuen Content überzeugen. So war die Horror-/18+Area ein Highlight, es konnten viele Developer mit ihren Spielen überzeugen. Ein persönlicher Favorit war die Retro-Area, hier konnte man neben alten Spieleklassikern auch etwas über neu entwickelte Spiele für alte Hardware, und über die Hardware selbst viel lernen.

Das Bühnenprogramm war auch sehr abwechslungsreich und interessant, so gab es nachmittags Programme, bei denen die LFG von der politischen Seite mit dem hiesigen Landrat Oliver Bär besprochen wurde. Favorit der Redaktion und des dort erschienenen Publikums war der Cosplay Contest. Hier waren wieder kreative und äusserst talentierte Meister ihres Handwerks zu Gange, wie sie in die Rollen ihrer Lieblingscharaktere geschlüpft sind, und ihre Kunst zur Schau gestellt haben. Allerdings war es durch die teils stärkere Lautstärkenüberschneidung etwas schwierig, dem Programm zu folgen, als Hauptgrund ist hier wohl der Just Dance-Stand gewesen, welcher direkt neben der Bühne positioniert war.

Alles in allem war die LFG trotzdem ein großer Erfolg, und man kann auf zukünftige Austragungen in Hof gespannt bleiben.